Eigentlich ist es verrückt. In unserem Sozialstaat gibt es unübersehbare Probleme, die längst im Alltag der meisten Menschen angekommen sind: zu geringe Renten trotz langen Arbeitslebens, hohe Zuzahlungen bei Medikamenten und Zahnersatz, chronisch unterfinanzierte Kitas, Krankenhäuser und Schulen.
Als Antwort auf diesen Mangel schlagen Arbeitgeberverbände und wirtschaftsnahe Lobbygruppen nun vor: Kosten senken, Sozialleistungen abbauen. Doch das würde den Mangel noch vergrößern, die Versorgung mit lebenswichtigen sozialen Angeboten noch schlechter machen.
Für Beschäftigte bedeutet Sozialabbau: Sie müssen immer mehr Dinge aus der eigenen Tasche zahlen, immer mehr private Vorsorge betreiben. Ein schlechtes Geschäft, von dem am Ende nur Vermögende und Arbeitgeber profitieren - weil sie sich Sozialabgaben sparen.
Höchste Zeit für eine solidarische Finanzierung unseres Sozialstaates
Unser Ziel ist es, dass soziale Sicherheit nicht zum Luxusgut wird. Dass gute Versorgung nicht vom Geldbeutel abhängt.
Das bedeutet:
Hohe Einkommen und Vermögende müssen durch eine gerechtere Steuerpolitik mehr zur Finanzierung des Sozialstaates beitragen.
- Durch eine moderate Anhebung der paritätisch finanzierten Sozialbeiträge wollen wir die Arbeitgeber angemessen an der Finanzierung beteiligen und die Einnahmebasis der Sozialversicherungen stärken.
- Versicherungsfremde Leistungen müssen durch höhere Steuerzuschüsse an die Sozialversicherungsträger finanziert werden.
- Durch die Einführung einer Erwerbstätigenversicherung bei der Rente und einer Bürgerversicherung bei der Gesundheit, wollen wir den versicherten Personenkreis und somit auch die Einnahmebasis stärken.
- Die Schuldenbremse muss abgeschafft, mindestens aber investitionsförderlich reformiert werden, um dringend benötigte Investitionen in unsere soziale Infrastruktur zu ermöglichen.
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